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Meine eigene Geschichte beginnt 1950 in Zabrze (Hindenburg). Schnell begriff ich, dass zwischen dem, was mir die alten Leute über die Geschichte Oberschlesiens erzählten und dem, was mir
in der Schule beigebracht wurde, eine große unüberwindbare Kluft herrschte. Wem sollte ich glauben??? Doch da waren auch noch die anderen Kinder und Jugendliche - und, um ehrlich zu sein, kümmerten wir uns wenig um
solche Dinge, denn wir hatten ganz andere Probleme als herauszufinden, ob nun Schlesien seit 1000 Jahren polnisch oder wesentlich durch deutschen Einfluss geprägt war. Auch interessierte uns unsere Herkunft wenig - wir
wollten - wie wohl alle Kinder auf dieser Welt - spielen und Spaß haben... Doch eins verstanden wir wirklich nicht: Wir durften die Sprache unserer Eltern (deutsch oder schlesisch) nicht öffentlich benutzen.Meine
Familie wanderte 1966 in die Bundesrepublik Deutschland aus - in die “Heimat”, wie mein Vater zu sagen pflegte - ich war davon nicht begeistert, musste ich doch alle Schulabschlüsse in deutsch wiederholen:
Hier war die Geschichte Schlesiens dann wieder anders - Später studierte ich Geschichte - und kam doch nicht weiter: Erst als ich durch Zufall und dann aus reiner Neugier herausfand, dass ich entfernte Verwandte in
den USA habe, begann ich mich auch für das Dorf Komprachcice (aus dem meine Vorfahren - Vaterseits - stammen, und wo ich in meiner Kindheit auch mal den Sommer bei Verwandten verbrachte) zu interessieren - und fand
heraus, dass allein der Ortsname Komprachcice uns viel mehr als alle (bisher) gängigen Geschichtsbücher die Geschichte Oberschlesiens erklärt.  Lass uns also eine Reise in die Vergangenheit beginnen: |