Beim Erzbischof von Hamburg-Bremen tauchten 1106 Bauern aus Holland auf, die ihm versprachen, Sümpfe trocken legen und sie in Weiden, Wiesen und Ackerland umwandeln zu
können. Der Erzbischof, der über viel sumpfiges Land an der Elbe verfügte und natürlich an der Steigerung seines Einkommens interessiert war, glaube ihnen zwar nicht – wies ihnen aber entsprechende für ihn
unbrauchbare Gebiete zu und erlaubte ihnen, sie nach ihren Sitten und Gebräuchen aufzuteilen und zu bewirtschaften. Neben der Zusage, dass sie die Abgaben (den Zehnten) nach ihren holländischen
Gepflogenheiten zu entrichten hatten, bekamen sie auch das Recht, in kleineren Streitigkeiten selbst zu entscheiden – in größeren wollte er sie zwar anhören – aber behielt sich das Urteil selber vor.
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Wiprecht von Groitzsch -(der spätere Markgraf von Lausitz und Meißen) - verlieh zu gleicher Zeit dem von ihm gegründeten Benediktinerkloster in Pegau umfangreiche Waldungen
zur Ansiedlung - wie dies uns ein Klosterchronist mitteilt. Aus den Besitztümern seiner Mutter in Franken holte der Feudalherr zahlreiche Bauern und erlaubte ihnen, die Rodungsgebiete von nun an erblich zu
besitzen – und – was den Chronisten besonders belustigte – das Dorf oder die gerodeten Fluren nach dem Namen des Gründers zu benennen. |