So fiel Schlesien zwar 1038 an Böhmen, wurde 1050 größtenteils von Polen wieder erobert – und die besetzten Teile Schlesiens blieben im Kompromissfrieden von 1054 durch die Einwirkung von
Heinrich III. bei Polen gegen eine jährliche Tributzahlung.Da die Tributzahlungen ausblieben waren die darauffolgenden Jahrzehnten gekennzeichnet durch immer wiederkehrende böhmisch-polnischen Zusammenstöße begleitet
von innerschlesischen Bruderkriegen und Rivalitäten, die keinem ein dauerhaftes Übergewicht ermöglichten. So war Schlesien fast unablässig Kriegsschauplatz zwischen den rivalisierenden Geschlechtern.
Die Hauptfeinde
waren damals jeweils das andere Slawengeschlecht, das um die Vormacht kämpfte, nicht das Deutsche Reich, das allerdings an einem Gleichgewicht der beiden Dynastien und vor allem am Frieden in der Region des Übergangs
vom Reichs- zum Tributgebiet interessiert war.
Erst mit dem durch den deutschen König Lothar 1135 vermittelten Waffenstillstand, der 1137 im Pfingstfrieden von Glatz mündete, zeichnete sich ein Ende der Kämpfe ab:
Böhmen verzichtete auf die Oberhoheit über Schlesien und ein eindeutiger Grenzverlauf wurde festgelegt: Das Glatzer Land, Leobschütz, Jägerndorf und Troppau blieben bei Böhmen.