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Boleslaus III. (1102-1138) führte in seinem Testament im Jahre 1138 die Senioratserbfolge ein, um die einzelnen Teile des polnischen Staatswesens zusammenzuhalten. Wie üblich, wurde das
Gebiet unter allen Söhnen aufgeteilt, doch sollte mit dem Seniorat der älteste Sohn die Oberhoheit über die übrigen Fürsten erhalten. Dies verfehlte allerdings das angestrebte Ziel und führte vielmehr zu langwierigen
Erbstreitigkeiten, die aber von großer Bedeutung für die weitere Entwicklung Schlesiens waren.Boleslaus III. teilte sein Reich in vier Teile – Wladislaus II. (1138-1146), der älteste Sohn, erhielt das
Krakauer Gebiet und Schlesien mit dem Seniorat. Im April 1146 nahm er auf dem Hoftag zu Kaina in Sachsen vom Deutschen Reich ganz Polen zu Lehen an. Aber seine Brüder, insbesondere Boleslaus IV. (1146-1173),
widersetzten sich seiner Oberherrschaft. 1146, nach einer verlorenen Schlacht, suchte daher Wladislaus II. Zuflucht bei seinem Schwager Kaiser Konrad III. Boleslaus IV. wurde inzwischen zum Großfürsten von Polen
gewählt. Wladislaus II:, der mir einem Hilfsheer vom Kaiser Konrad III. ausgestattet wurde und gegen seinen Bruder loszog, konnte nichts erreichen, und kehrte nicht mehr in sein Land zurück. Erst Kaiser Friedrich I. -
Barbarossa – vermochte Boleslaus IV. zu unterwerfen: Die drei Söhne Wladislaus II. erhielten Schlesien zurück: Der älteste , Boleslaus der Lange (1163-1201) erhielt die Gebiete um Breslau, Liegnitz, Oppeln und als
Vormund für seinen jüngeren Bruder, der im Kloster Fulda für den geistigen Stand herangebildet wurde, auch Glogau, Sagan und Crossen. Sein zweiter Bruder Miesko I. (1163-1211) erhielt die Gebiete von Ratibor und
Teschen, zu denen er 1177 noch die Gebiete um Auschitz, Beuthen, Pleß, Sator und Siewierz erwarb. |