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Collected by Marian Sakry |
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Der Gründer unseres Dorfes scheint zweifellos Gumpert
zu sein – ein in Oberschlesien und in Polen ziemlich unbekannter Name – aber auch im Westen ein Name, den heute kaum Jemand noch kennt. Aber die Stadt Clingen, die
1282 das Stadtrecht erhielt, hat von da an ein unverändertes Stadtwappen, das den Heiligen Gumpertus zeigt, zuweilen auch Gumbertus genannt.
Erste Erwähnung als Clingengruzen gewachsen aus zwei Siedlungen um die Kirchen St. Gumperti und St. Andreas um 900  Im Heiligenverzeichnis findet man neben den beiden Formen Gumperti
/ Gumberti auch noch Cuniberti und Cuthberti |
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Leider hatten die Menschen früher keine Familiennamen, sondern nur Eigennamen – wie wir heute Vornamen haben und von Freunden und Bekannten auch nur mit diesen angeredet werden. Der Name wurde also
nicht - wie heute der Familienname - vererbt, sondern meist nur an einen Sohn weiter gegeben: Früher glaubte die Menschen außerdem auch ganz fest daran, dass der Träger eines Namens dessen „Eigenschaften“ verkörpert –
und so ist es zu erklären, dass Namen plötzlich (auch) ganz “verschwinden” konnten.Der Name leitet sich wahrscheinlich vom althochdeutschen Namen Chumipreht ab.
Gumpert wird bereits in sehr alten Urkunden erwähnt. Da im Mittelalter oft neu angelegte Dörfer nach dessem Gründer benannt wurden, gibt es auch noch heute - (vor allem kleine) - Dörfer, die noch immer nach
ihrem Gründer benannt werden: |
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- Gumperda
- erste Erwähnung 876
- Gumper(t)sdorf, Kreis Dachau
(bis 1860 Gumpertsdorf - nun Gumpersdorf) - erste Erwähnung 950 als Cundperhtsdorf
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Erwähnungen in Urkunden:
- (1)
Undatierte Urkunde aus der Zeit des Papstes Zacharias (741-752), in der er sich beim fränkischen Edelfreien
Gumbertus (Gumpert) um 748 für den Bau eines Marienklosters bedankt. In einem Diplom Karls des Großen (29. März 786
, Pfalz Attigny) wird die Schenkung diese Benediktinerklosters an das Reich vermerkt.
- (2)
Um das Jahr 700 gründete der heilige Suitbert in Bilk am Niederrhein die St. Martins Kirche.
Die Christanisierung breitete sich aus. Im heutigen Düsseldorf-Eller herrschte damals das Geschlecht von Elnere, das allerdings später durch Erbteilung seinen Ruhm und Glanz eingebüßt
hatte. Einer der ruhmreichen Vertreten war der Ritter Gumpert von Elnere, der um das Jahr 1115 als Waldgraf dort lebte.
- (3)
7. Januar 1227: Die Mainzschen Richter erkennen den Zehnten an beiden Amena den Erben Gumberts, Ritter von Hohenfels
und dem Folbert, seinem Brudersohn ab und dem St. Stephanesstift zu. - 1270 belehnt der Dekan Stephan in Mainz die 3 Söhne des Volpert Hosekin von Hohenfels, Conrad,
Gumpert und Echehard mit der Enzia von Amenowa (...)
- (4)
In dem Mittelhochdeutschen Namensbuch nach schlesischen Quellen wird Gumpert 1317 und Gumprecht
1350 je 1x erwähnt.
- (5) Die Geschichte der Birtener Gemeinde und Kirche ist ebenfalls sehr alt - 1362 erhielt sie der Ritter Gumpert, Edelvogt von Köln, als Lehen

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Die Gemeinden, die heute noch den Namen ihres Gründers Gumpert / Gumprecht
tragen, reihen sich an der Ostgrenze des früheren Gebietes der Franken, als ob sie uns dessen Ausdehnung (bis ~ 1000 a.D.) zeigen wollten – was allerdings in diesem Fall reiner Zufall ist. Doch die Ostwanderung und Kolonisation von bisher unbewohnten Gebieten war da und hielt nicht inne – zunächst erreichte sie Böhmen – und schließlich auch Schlesien. Eine verwandtschaftliche Beziehung der
„Gumperts“ ist auszuschließen, da es sich um Vornamen handelte – so ist es auch erklärlich, warum es keine „Nachfolger“ unseres Gumperts gibt. |
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